Die Akquisition von AMS unterstützt den digitalen Wandel der Winterthurer Kistler Gruppe.

 

Handschlag nach der Vertragsunterzeichnung: Bernhard Sünder (links) , CEO von AMS, und Rolf Sonderegger, CEO der Kistler Gruppe, unterzeichneten den Vertrag. (Bild: pd/Kistler)

Mit einer strategischen Akquisition stärkt die Kistler Gruppe ihr Know-how im Bereich Messdatenmanagement, insbesondere im Hinblick auf Fahrzeugentwicklung: Die Chemnitzer Softwareschmiede AMS ist spezialisiert auf die Analyse, Bearbeitung und Visualisierung großer Mengen von Messdaten und erweitert so die Softwarekompetenz der Schweizer Messtechnikexperten.

Die Evolution des Automobils steht im Zeichen von Elektrifizierung und autonomem Fahren. Damit jedoch zunehmend automatisierte Fahrzeuge sicher unterwegs sind, bedarf es einer schnellen und effizienten Auswertung sehr großer Datenmengen sowie umfangreicher und aussagekräftiger Tests in der Entwicklungsphase. Um die bestehenden Kompetenzen auf diesem Feld auszubauen und insbesondere den Bereich Datenauswertung zu stärken, hat die Kistler Gruppe das Chemnitzer Softwareunternehmen AMS Gesellschaft für angewandte Mess- und Systemtechnik mbh erworben.

„AMS ist sehr erfolgreich auf dem Feld der softwaregestützten Datenanalyse und passt damit perfekt in unser Portfolio im Bereich Forschung und Entwicklung für die Automobilindustrie. Denn in Zeiten von Digitalisierung und Big Data wird Software zu einem entscheidenden Instrument der Wertschöpfung“, betont Rolf Sonderegger, CEO der Kistler Gruppe. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und darüber, dass wir unserer Strategie, möglichst komplette Automotive-Testlösungen anzubieten, einen zentralen Baustein hinzufügen können.“

Erfolgreich etabliert im Automobilumfeld
Mit Lösungen zur Messdatenvisualisierung und -auswertung, die per Lizenz sowohl PC- als auch webbasiert genutzt werden können, unterstützt AMS große OEMs und Zulieferer der Automobilbranche bei der Fahrzeugentwicklung – vor allem in Deutschland und in China, wo auch Kistler wesentliche Standbeine hat. Dr. Bernhard Sünder, Gründer und CEO von AMS, kommentiert: „Messdaten unterscheiden sich von anderen Daten. Mit unseren Lösungen jBeam und Madam bieten wir deshalb spezialisiertes Data Mining für Big Test Data.

Mit Kistler als starkem Partner stehen die Zeichen auf Wachstum. Vor allem der global ausgerichtete Vertrieb der Unternehmensgruppe wird uns nach vorne bringen.“
AMS ist mit mehr als 30 Mitarbeitern Teil eines Chemnitzer Technologieclusters, in dem rund um die TU Chemnitz Start-ups und innovative Unternehmen aus dem Automobilumfeld angesiedelt sind. Neben Bratislava wird Chemnitz damit zu einem weiteren Standort von Kistler für die Software-Entwicklung.

Große Mengen von Messdaten effizient auswerten
Die erfolgte Akquisition ist Teil der langfristigen Strategie der Kistler Gruppe, sich im Rahmen der Digitalisierung vom Lösungs- zum Informationsanbieter weiterzuentwickeln: „Wenn wir von ‚Information-as-a-service‘ reden, ist klar, dass sich wesentliche Teile der Wertschöpfung in Richtung Software verschieben werden. Deshalb ist es entscheidend, die entsprechenden Ressourcen frühzeitig auszubauen“, so Rolf Sonderegger weiter. „Das Know-how von AMS ergänzt unsere bestehenden Lösungen für die Fahrzeugentwicklung. Unsere Kunden bekommen zukünftig noch mehr aus einer Hand und profitieren von der erhöhten Durchgängigkeit der Systeme vom Sensor bis zur Datenauswertung.“

www.kistler.com

 

 

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